Medizinische Fachbegriffe zur Schmerztherapie

A - I        K - P      Q - Z

A - I 

Adjuvante Schmerztheraphie

Medikamente, die an sich keine Schmerzmittel sind, aber die Schmerzwahrnehmung verringern oder auf andere Weise Wirkung von Schmerzmedikamenten verstärken

Anaesthesie

Betäubung (nicht nur der Schmerz-, sondern beispielsweise auch der Temperaturwahnehmung)

Analgetikum/Analgetika

Schmerzmittel

Analgesie

Blockierung der Schmerzwahrnehmung

analgetische Potenz

Ausmaß der durch ein Schmerzmittel erzielbaren Schmerzlinderung

antiphlogetisch

entzündungshemmend

Antizipation

Vorwegnahme, Vorausahnung

Ceiling-Effekt

Begrenzte analgetische Wirksamkeit bestimmter Schmerzmittel. Eine weitere Dosiserhöhung führt dann nicht mehr zu einer besseren Schmerzlinderung, sondern nur zu mehr Nebenwirkungen. Der Ceiling Effekt erklärt, dass Schmerzmittel mit einer höheren analge-tischen Potenz nicht unbedingt eine höhere analgetische Wirksamkeit haben müssen.

chronisch

(unheilbar) längerfristig anhaltend

Dosierungsintervall

Zeitraum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Medikamentengaben

exemplarisch

beispielhaft

Indikation

Grund für eine medizinische Maßnahme (zum Beispiel Untersuchung, Operation, Arzneimittelversorgung)

Injektion

Einspritzung von Arzneimitteln in den Körper, zum Beispiel unter die Haut (subkutan – s.c.) oder in eine Vene (intravenös – i.v.)

Intensität

Stärke (zum Beispiel Schmerzintensität)

Intervall

Zeitraum zwischen zwei Ergebnissen (z. B. der Abstand zwischen zwei aufeinander-folgenden Schmerzmitteleingaben)

intravenöse Applikation

Einbringen von Medikamenten in eine Vene

K - P

Katheder

Röhrchen oder Kunststoffschlauch zur Einführung in Blutgefäße oder Körper-organe um Medikamente einzuspritzen, Organfunktionen zu untersuchen, oder Flüssigkeitsansammlungen zu entleeren

Lokalanaesthesie

lokale Betäubung (z. B. bei Punktionen oder kleinen Operationen)

Monosubstanz

Behandlung mit nur einem Arzneimittel

Nervenblockade

Schmerztherapie durch Spritzen eines Medikaments in die Nachbarschaft des entsprechenden Nervs, der dann keine Schmerzreize weiterleiten kann.

Nervenplexus

Nervengeflecht

Neurophatische Schmerzen

Schmerzen, die nicht an Schmerz-rezeptoren, sondern durch Veränderung der Nervenbahnen und ihrer Funktionen bedingt sind

Nozizeptor

Schmerzrezeptor, Nevenendigungen, die gewebeschädigende Reize registrieren und weiterleiten

Opioide, opioidhaltig

Gruppe von Schmerzmitteln, die ihre schmerzlindernde Wirkung im Nervensystem über die Bindung an verschiedene Opioidrezeptoren entfalten. Die wichtigste Substanz ist Morphin.

Opioidrezeptoren

Molekulare Strukturen an oder in der Nachbarschaft zu Nerven, die sich für Opioide oder Endorphine wie ein Schloss für einen Schlüssel verhalten und bei deren Kontakt eine Schmerzhemmung bewirken

orale Einnahme

Einnehmen von Medikamenten in Form von Tropfen und Tabletten

palliative Situation

Die vorliegende Krankheit ist nicht ist nicht Heilbar. Die Krankheit kann durchaus in einem Frühstatus vorliegen und aktuell nicht lebensbedrohlich sein.

palliative Therapie

Behandlungsziel ist nicht Heilung, sondern ein möglichst langes Leben mit guter Lebensqualität. Die Krankheit muss sich nicht im Endstadium befinden.

palliativmedizinische Therapie

Maßnahme, die sich auf bestmögliche Symptomkontrolle und Lebensqualitäten bei Patienten mit fortgeschrittener, nicht heilbarer Erkrankung beziehen. Die Krankheit befindet sich also im Endstadium.

Peridualkatheter/Peridualanaesthesie

Schmerzmitteleingabe mittels eines feinen Kunststoffschlauches, der durch eine Punktion in Nachbarschaft zum Rückenmark platziert wird

peripheres Nervensystem

Nervenstrukturen, die das Gehirn und Rückenmark mit den anderen Körperabschnitten verbinden

Phantomschmerz

Schmerzempfindung in einem amputierten Gliedmaß

Port-Katheder

Dünner Kunststoffschlauch, der mit einem Ende mittels einer kleinen Operation in ein weiteres Blutgefäß geschoben Wird. Das andere Ende ist mit einem kleinen zylindrischen Hohlraum verbunden, der unter der Haut festgenäht und mittels einer Membran durch die Haut punktiert werden kann. Damit können Medikamente oder Infusionen sicher in das Blutgefäß gegeben werden.

Prophylaxe, prophylaktisch

Vorbeugende Maßnahme

Q - Z

Reduktion

Verminderung

rektale Applikation

Gabe von Arzneimitteln in den Mastdarm (Enddarm) in der Regel durch Zäpfchen (Suppositorien)

Retard-Arzneimittel

Wirkstoff eines Medikaments wird im Körper verzögert freigesetzt, so dass eine längere Wirkdauer erreicht wird

Rückenmark

Teil des zentralen Nervensystems, das von der Wirbelsäule umschlossen ist und mit dem übrigen Körper mittels periphere Nerven verbunden ist, die in das Rückenmark ein- oder austreten.

Schmerzpumpe

Technische Vorrichtung mit Behälter, der mit einem Schmerzmittel gefüllt ist, das mechanisch oder elektronisch gesteuert gleichmäßig über einen Katheder in den Körper abgegeben wird

Schmerzrezeptor

Nozizeptor, Nervenendigungen, die gewebeschädigende Reize registrieren und weiterleiten

Schmerzschwelle

Geringster Reiz, der noch als Schmerz aufgenommen wird

somatisch

körperlich

subkutane Applikation

Spritzen von Medikamenten in das Unterhautfettgewebe

sublinguale Einnahme

Aufnahme eines Medikamentes über die Mundschleimhaut, in dem es unter die Zunge gelegt wird.

Symptome

Krankheitszeichen

Synapsen

Kontakte zwischen Nervenzellen und somit „Schaltstellen“ im Nervensystem

Therapie

Behandlung

Toleranzentwicklung

Gewöhnung des Organismus an ein Medikament so dass höhere Dosennötig werden, um gleiche Wirkung zu erzielen (kommt bei Schmerzmitteln kaum vor)

transdermal

durch die Haut (z.B. bei Medikamenten-aufnahme mittels eines Schmerzpflasters)

zentrales Nervensystem

der Teil des Nervensystems, der das Gehirn und das Rückenmark umfasst

Zytostatika

Chemotherapie-Medikamente, die die Zellteilung und damit die Zellvermehrung verhindern

 

 

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