TABEA - Projekt Kurzvorstellung
„TABEA-Begräbnisanlage für fehl- und stillgeborene Babys und gestorbene Kleinkinder mit Betreuungsinitiative für trauernde Angehörige“.
Idee und Konzeption zu dem Projekt stammt vom TABEA e.V. (2000)
Mitarbeiterinnen des TABEA e.V. :
Leiterin der Beratungsstelle, Kirchenverwaltungsrat, Hebamme, Architektin, Designerin/Webmasterin.
- Kooperationspartner: Bestatterin Ruth Strebhardt (Sommer 2001)
- Kooperationspartner: Friedhofsverwalterin Frau Christina Eisner, die sich mit der dringenden Bitte, ihren Friedhof zu beteiligen, um Vermittlung an Frau Strebhardt gewandt hatte.
Beginn der Zusammenarbeit: Herbst 2001 - alle Projektangebote bestehen bereits, außer Begräbnisanlage und Projekt-Prospekt/website.
Die Eckpunkte des Konzeptes/des Projektes
- würdevolles Abschiednehmen und Bestatten insbesondere ganz kleiner fehl- und totgeborener Babys in Form von Einzel-Bestattungen, auf einer familiengerechten Begräbnisanlage.
- angemessene sensible und professionelle Trauerbegleitung durch:
- Beratung / Seelsorge / Therapie (telefonische Beratung 7 Tage/Woche)
- Tages- und Wochenendseminare, Gedenkgottesdienste
- Rückbildungsgymnastikkurse f. verwaiste Babymütter nach d. Geburt e. gestorbenen Babys
- „warme“ Organisation aller anfallenden Tätigkeiten aus einer Hand.
Notwendigkeit dieses Projektes
1998 wird nach einem Hinweis des TABEA e.V. durch die Sendung „Report“ öffentlich, dass fehl- und totgeborene Babys als Krankenhaus-Abfall entsorgt, verbrannt und gemeinsam mit verbrannten Hausmüll-Rückständen im Straßenbau verwendet werden.
Als Reaktion auf die öffentliche Empörung werden Babys daraufhin sammel-bestattet, d.h. je nach (kirchlichem) Krankenhaus 5-45 Babys in einem Babysarg, 1-6 mal jährlich in einem Sammelgrab. Die trauernden Angehörigen haben keinen Einfluss auf Bestattung, Grab oder Trauerfeier, sie erhalten keine professionelle Trauerbegleitung.
Namensgeberin
für das Projekt und die Begräbnisanlage ist – wie beim TABEA e.V. - die biblische Tabea, wie sie in der Bibel, in der Apostelgeschichte am Ende des 9. Kapitels, beschrieben wird: Tabea lebte in der Hafenstadt Joppe am Mittelmeer. Dort verschollen viele Männer und Väter beim Fischfang auf dem Meer. Tabea kümmerte sich um die Witwen und Waisen, nähte ihnen Kleider aus Stoffen, die sie zuvor gewebt hatte. Tabea ist also die Ur-Trauerbegleiterin. Tabea begegnete den Trauernden von Mensch zu Mensch. So soll es auch bei unserem Projekt sein: zu uns kommen keine Kunden, Klienten oder Patienten, sondern Menschen, denen wir in der Haltung der biblischen Tabea begegnen möchten.
Die biblische Tabea wurde nach ihrem Sterben auferweckt. Dies ist Sinnbild und Sehnsucht der Christen nach dem Ewigen Leben. Unser Projekt soll ein Stück Begleitung für die trauernden Angehörigen (dorthin) sein.
Annette Dobroschke-Bornemann, 2005
