Kind und Tod
Kindertrauer
Der Verlust - durch Trennung oder Tod - einer nahen Bezugsperson, wie Mutter, Vater, Schwester oder Bruder, ist für Kinder der unerträglichste aller vorstellbaren Schicksalsschläge. Viele Kinder werden von Verlustängsten gequält, obwohl offenbar gar kein Grund dafür existiert. Trifft dieser Schock dann ein, hat dies für die Kinder weitreichende psychische Folgen, die sich auch im Erwachsenenalter negativ auswirken können. Kinder sind Gefühlen hilflos ausgeliefert, sie können sie nicht benennen und versuchen alles, was sie verunsichert, zu verdrängen. Was sie fühlen, zeigen sie meist im Tun, z. B. in Spielen, Zeichnungen, Selbstgesprächen und in körperlichen Reaktionen wie Appetitlosigkeit oder Zurückziehen.
Nach außen reagieren Kinder auf Verluste häufig mit Aggressionen und Trennungsängsten, mit unmittelbaren Vorwürfen an die Eltern bzw. den verbleibenden Elternteil und mit Selbstvorwürfen. Sie führen keine langen Gespräche und doch brauchen sie viel Raum und Zeit, ihre Trauer mit Hilfe kreativer Methoden zu verarbeiten.
